Schadstoffe in der Innenraumluft

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Schadstoffe in der Innenraumluft

Schadstoffe können in vielen alltäglichen Materialien wie Möbel, Böden, Lacken, Klebern, und Oberflächen enthalten sein und den Körper oft bereits unter der Geruchsschwelle beeinflussen. Heutzutage kommen Schadstoffe normalerweise nur im Niedrigdosisbereich vor und sind in Produkten in geringer Konzentration vorhanden, akute Vergiftungen sind sehr selten. Durch die Vielzahl verwendeter künstlicher Materialien, alltagsfremder Prüfverfahren und moderner luftdichter Bauweise kann es jedoch zu Anreicherungen und erhöhten Konzentrationen in Innenräumen kommen. Gerade dem Niedrigdosisbereich und Kombinationswirkungen sowie der langen Aufenthaltsdauer in Innenräumen widmet man große Aufmerksamkeit, da hier ein vergleichsweise erhöhtes Schädigungspotential vorliegt. Viele gesundheitliche Beschwerden bis zu chronischen Krankheiten können von Schadstoffen in Innenräumen ausgehen. Es ist daher von großer Bedeutung, dass Innenräume frei von schädlichen Wohngiften sind.

Giftdepots werden nachts verstärkt gebildet, da während des Schlafs bei allgemein reduziertem Stoffwechsel auch die Hauptentgiftungsorgane, Leber und Nieren, langsamer arbeiten. Schlafzimmer sollten deshalb möglichst vollständig frei von Wohngiften sein.
Dr. Max Daunderer, München

Lesen Sie dazu auch den Newsletter zu Schadstoffen in der Innenraumluft der Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT).

Deutschen Gesellschaft für Umwelt- und Humantoxikologie (DGUHT)

Für Feinstäube gibt es paradoxerweise für die Luftqualität im Freien gesetzliche Regelungen, für Innenräume, in denen sich der Mensch bis zu 90 Prozent seiner Zeit aufhält aber nicht. Meist liegt die Feinstaubkonzentration in Innenräumen höher als im Außenbereich. Bei Feinstaub existieren keine Schwellenkonzentrationen, unter der keine gesundheitliche Schädigung eintritt, daher führen auch längerfristige niedrige Belastungen zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Partikeln kommt zusätzlich eine Träger- Funktion zu für Schadstoffe, Pilzsporen, Milben- und Milbenkot, künstliche Mineralfasern etc. schon deshalb ist eine Reduzierung atemwegsrelevanter Stäube wichtig.

Um die Individuelle Exposition zu erfassen können Raumluft-, Material- und Staubanalysen durchgeführt werden und aufgrund der Ergebnisse sowie mit direktanzeigenden Messgeräten Emittenten erfasst und Reduzierungsmaßnahmen empfohlen werden.

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