Unter welchem Licht lernen Schüler besser?

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Unter welchem Licht lernen Schüler besser?

Unter welchem Licht lernen Schüler besser? Zunehmend werden Leuchtmittel durch LEDs ersetzt, inwiefern die Qualität des Lichtes in der Schule Auswirkungen auf die Schüler und ihr Lernen hat, wurde von Dr. Uwe Geier in einer längeren Studie untersucht. Dabei wurde der Effekt  unterschiedlicher Lichtarten auf typische Lernaufgaben der Schüler untersucht. Licht mit hohem Blaulichtanteil wird als konzentrationsfördernd und leistungssteigernd beworben, jedoch zeigen medizinische Studien, dass es Risiken für die Augengesundheit und Hormonhaushalt gibt.  Es stellt sich die Frage, ob die Konzentration der einzige Faktor für einen gesunden Lernvorgang ist und wieviel Kunstlicht für Kinder wirklich gesund ist? [1]

Die folgenden Abbildungen zeigen Bildpaare die jeweils von einem Schüler unter Glühbirnenbeleuchtung (links) und LED-Beleuchtung (rechts) durchgeführt wurden. [1]

Schulen lichtfragen

Schulen lichtfragen

(Bildnachweise: lichtfragen.info)

Natürliches und gesundes Licht mit einer ausgewogenen spektralen Farbverteilung ist wicht in Innenräumen. Folgende Abbildung zeigt Farbspektren von natürlichem Außenlicht sowie konventionellen Leuchtmitteln.

 

Spektrale Frabverteilung von Leuchtmittel

 

Besonders ein hoher Blauanteil von LED- Leuchtmitteln und fehlende spektrale Farben werden als problematisch für die Augengesundheit für Kunstlicht in Innenräumen angesehen [2]. Weiters können moderne LED- Leuchtmittel das emittierte Licht teilweise zu hundert Prozent stroboskopartig abgeben (Flimmern).

Da gepulstes, periodisches Licht zu epileptischen Anfällen führen kann, sind in Diskotheken Stroboskope verboten. Eine entscheidende Rolle spielt Art und Frequenz des Lichtsignals, das vom Auge an das Gehirn weitergeleitet wird. Oberhalb von 60 Hz (Hertz) können Nervenzellen im Auge Lichtfrequenzen nicht mehr getrennt auflösen, man spricht in der Wissenschaft von Flimmer-verschmelzungsfrequenz. Im Allgemeinen unterliegt Kunstlicht mehr oder minder ausgeprägten Flimmern. Der gesamte „Schmutz“ aus dem Elektronetz, aus Trafos, Netzteilen, Dimmern, integrierter Elektronik kann sich im Licht der LED’s fortsetzen und bis zu 100 Prozent Flimmeranteil erzeugen. Sonnenlicht besteht zum Vergleich aus 100 Prozent Gleichlicht. Untersuchungen der Ruhr- Universität Bochum zeigen signifikante Beeinflussungen neuronaler Prozesse bei Frequenzen von 100 bis 120 Hz. LED- und Leuchtstoffröhrenlicht (Energiesparlampen) werden im medizinischen Lexikon Pschyrembel wegen der intensiven Lichtschwankungen als Stressfaktor ausgewiesen. Bei der Aufzucht von Tieren warnt der Leuchtenhersteller OSRAM vor Flimmerlicht, das von Unruhe bis zu Nervenstörungen führen kann. Flimmerfrequenzen wirken sich bewusst oder unbewusst, negativ auf Hirnströme, Hormone, Koordination, Nervosität, Stoffwechsel, Glukoseverbrauch, Verarbeitungs- und Steuerzentren, kapillaren Blutfluss und Schlafqualität aus und können epilepsie-ähnliche Anfälle auslösen sowie Kopfschmerzen und Migräne verursachen. [3]

Folgende Abbildungen zeigen Messungen des Lichtflimmerns von einer Energiesparlampe und einem LED- Leuchtmittel [4]

Kompaktleuchtstofflampe Osram LED Parathom, 2 Watt

Gutes und natürliches Licht ist essentiell für wichtige Regulationsmechanismen im biologischen System des Menschen und sollten niemals gestört werden, es sollte daher auf eine möglichst natürliche Beleuchtung in Innenräumen geachtet werden. Mittlerweile werden LED- Leuchtmittel angeboten, welche nach baubiologischen Kriterien gebaute wurden und über eine ausgeglichene spektrale Farbverteilung und nahezu reines Gleichlicht, wie Sonnenlicht, verfügt [5]. Gerne stehen wir zur Überprüfung von Leuchtmitteln und Beratung zu natürlicher Innenraumbeleuchtung zur Verfügung.

 


 

Quellenverzeichnis:

[1] https://www.lichtfragen.info/de/studien/schulen.html, abgerufen am 25.11.2018

[2] https://www.bau-biologie.at/wp-content/uploads/2018/11/Licht-u.-Gesundheit.pdf

[3] Gertenbach J. (2014): „Dirty Light“ durch LED-Beleuchtung? Teil 1 Lichtqualität und Elektrosmog, Wohnung und Gesundheit, Fachzeitschrift Baubiologie, Institut für Baubiologie und Nachhaltigkeit IBN, Jahrgang 2014, Nr. 152, Seite 31-32

[4] Merkel H. (2011): Praktische Lichtmesspraxis, Praxisseminar Verband Baubiologie, 09.12.2011

[5] http://www.bio-licht.org

2018-11-29T17:26:15+00:00November 29, 2018|Categories: Baubiologie|Tags: , , , , , |0 Kommentare

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