POLYRISK: Wie Mikro- und Nanoplastik unsere Gesundheit beeinflussen
Wir sind tagtäglich von Kunststoffprodukten umgeben, die winzige, meist unsichtbare Bruchstücke abgeben: die Mikro- und Nanokunststoffpartikel (MNPs). Diese kleinen Teilchen können durch die Atemwege (Inhalation) oder die Nahrungskette (Ingestion) in den menschlichen Körper gelangen. Das EU-finanzierte POLYRISK-Projekt erforscht, in welchem Umfang wir diesen Partikeln ausgesetzt sind und welche negativen Auswirkungen sie, insbesondere auf unser Immunsystem, haben könnten.
Ein interdisziplinäres Forscherteam nutzt fortschrittliche Methoden, um diese Partikel chemisch nachzuweisen und ihre Menge zu bestimmen. Sie untersuchen die Toxizität (die potenziell schädlichen Wirkungen) der MNPs mithilfe von In-vitro-Studien, also Versuchen, die außerhalb eines lebenden Organismus stattfinden. Darüber hinaus werden Biomarker (messbare biologische Anzeichen) in Blut- und Speicheltests gesucht, die Hinweise auf eine mögliche Vergiftung liefern können.
Die Ergebnisse dieser Arbeit fließen direkt in die Gestaltung aktueller und zukünftiger EU-Politiken ein. Das übergeordnete Ziel ist es, die Maßnahmen des European Green Deals im Hinblick auf die Kunststoffverschmutzung mit wissenschaftlichen Erkenntnissen zu unterstützen. Auf diese Weise soll sichergestellt werden, dass die menschliche Gesundheit sowohl heute als auch in Zukunft vor den Risiken durch MNPs geschützt bleibt.
Auf der Homepage des Projektes finden Sie viele interessante Artikel und Webinare sowie eine umfangreiche Sammlung an Studien zu diesem Thema.
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