Elektrohypersensibilität und elektromagnetische Felder: Ein Überblick und eine medizinische Bewertung

Ein Großteil der Kontroverse über die Ursache der Elektrohypersensibilität (EHS) ist darauf zurückzuführen, dass es keine anerkannten klinischen und biologischen Kriterien für eine allgemein akzeptierte Diagnose gibt. Derzeit liegen jedoch genügend Daten vor, um EHS als eine klar definierte und objektiv charakterisierte pathologische neurologische Störung anzuerkennen.

Dazu wurde von Prof. Dominique Belpomme und Dr. Sc. Philippe Irigaray, beide Mitglieder des Europäischen Krebs- und Umweltforschungsinstituts (ECERI), ein Artikel in der internationalen Fachzeitschrift Environmental Research veröffentlicht: Die Studie zeigt, dass es objektive pathophysiologische Veränderungen und gesundheitliche Auswirkungen gibt, die durch die Exposition mit elektromagnetischen Feldern (EMF) bei EHS-Patienten und vor allem bei gesunden Personen hervorgerufen werden.

Das bedeutet, dass exzessive nicht-thermische anthropogene elektromagnetische Felder stark gesundheitsschädlich sind.

Die Forscher konzentrierten sich auf die Auswirkungen von extrem niedrigen Frequenzen, drahtlosen Kommunikationsfunkfrequenzen und Mikrowellen-EMF. Es wird diskutiert, wie Elektrohypersensibilität besser definiert und charakterisiert werden kann. Unter Berücksichtigung der von der WHO vorgeschlagenen Kausalitätskriterien wurde gezeigt, dass EHS tatsächlich in kausalem Zusammenhang mit einer erhöhten Exposition gegenüber EMF und in einigen Fällen auch gegenüber vermarkteten Umweltchemikalien steht.

Daher ergeht der dringende Appell an alle Regierungen und internationalen Gesundheitsinstitutionen, insbesondere an die WHO, die wachsende EHS-assoziierte Pandemie in Betracht zu ziehen und EHS als eine neue, echte, kausal mit EMF verbundene Krankheit anzuerkennen.

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Veröffentlicht am: Juli 30, 2022|Kategorien: Elektrosmog|Schlagwörter: , , , |1,8 Min. Lesezeit|

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