Kritik an Messung des SAR-Werts von Mobiltelefonen
Die französische Nationale Agentur für Frequenzen (ANFR) hat die von ihr im Jahr 2021 durchgeführten Messungen von SAR-Werten veröffentlicht. Es wurden 141 Mobiltelefone untersucht, von denen nur drei die Grenzwerte überschritten hätten.
Kritik an den Tests kommt von der NGO „Phonegate Alert“: So sei etwa der SAR-Wert am Kopf nur bei 14 Modellen getestet worden, was als völlig unzureichend eingestuft wird.
Darüber hinaus wären die SAR-Messungen am Rumpf laut ANFR unter „realen Nutzungsbedingungen“ mit einem Abstand von 5 Millimetern zum Körper vorgenommen. Die französische Nationale Agentur für Lebensmittel-, Umwelt- und Arbeitsschutz (ANSES) empfahl jedoch schon 2019, die Rumpf-SAR direkt auf der Haut zu messen, und zwar in einem Abstand von null Millimetern. Keines der 141 getesteten Modelle hätte in diesem Fall in Frankreich verkauft werden dürfen.
Ein weiterer Punkt ist die in Europa gebräuchliche SAR-Messung an 10 g menschlichem Gewebe, während in den USA nur 1 Gramm gemessen wird. Der in Europa erfasste SAR-Wert (Kopf, Rumpf und Gliedmaßen) müsste eigentlich mit dem Faktor 2,5 – 3 multipliziert wird. Damit wären die zulässigen europäischen Grenzwerte bei weitem überschreiten.
Dr. Marc Arazi, Präsident von Phonegate Alert, beklagt ein großes Problem:
„Keines der in Frankreich und Europa auf den Markt gebrachten Handys ist gesundheitlich unbedenklich. Die Pseudo-„Konformität“ ist eine Täuschung, und der ANFR wird sich dafür verantworten müssen, die Franzosen missbraucht zu haben.“
Den gesamten Bericht können Sie unter https://phonegatealert.org/en/sar-measurements-anfr-reprehensible-omissions/ abrufen.
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