Ihr Zuhause als Gesundheitsfaktor: Wie das Wohnumfeld Asthma beeinflusst
Asthma bronchiale ist eine chronische Entzündung der Atemwege, die bei vielen Menschen in Europa auftritt und zu anfallsartiger Atemnot führen kann. Das Wohnumfeld spielt eine entscheidende Rolle, da die meisten Menschen, insbesondere Kinder und Personen mit chronischen Erkrankungen, viel Zeit in geschlossenen Räumen verbringen.
Ein Artikel auf Baubiologie-Regional.de beschreibt zahlreiche potenzielle Asthma-Auslöser: Feinstaub von PM 2,5 oder PM 10, der durch alltägliche Aktivitäten wie Kochen oder die Verwendung von Laserdruckern entsteht, kann die Atemwege irritieren und die Lungenfunktion beeinträchtigen. Ebenso kritisch sind Schimmelpilze in feuchten Räumen sowie Allergene wie Hausstaubmilben und Tierhaare, die sich in Teppichen oder Polstermöbeln sammeln. Leichtflüchtige chemische Verbindungen (VOCs) aus Möbeln, Farben oder Reinigungsmitteln, Tabakrauch und Stickstoffdioxid aus Gasherden verschärfen ebenfalls die Reizung der Bronchien. Nicht zu unterschätzen sind zudem Holzschutzmittel wie Pentachlorphenol (PCP) oder Lindan, die früher in Innenräumen eingesetzt wurden und direkt oder indirekt Atemwegsprobleme verursachen können, besonders in Verbindung mit Formaldehyd (zu weiteren Auswirkungen von Holzschutzmitteln siehe auch hier).
Zum Schutz ist es ratsam, mehrmals täglich stoßzulüften, ein striktes Rauchverbot einzuhalten und bei Bedarf HEPA-Luftreiniger einzusetzen. Weniger Teppiche und Stoffmöbel können helfen, und muffige Gerüche sollten immer auf Schimmel überprüft werden. Duftsprays und aggressive chemische Reiniger sind für Betroffene tabu. Bei Unsicherheiten über die Raumluftqualität empfiehlt sich eine professionelle Messung.
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