Top-10-Fakten über Mobilfunkstrahlung im Alltag
Was wissen wir eigentlich über Smartphones und WLAN-Router und die unsichtbaren Signale, die sie aussenden? Ein Artikel des Environmental Health Trust (EHT) fasst wichtige Erkenntnisse über die sogenannte Hochfrequenzstrahlung zusammen.
Hier sind die 10 wichtigsten Fakten, welche EHT zu Mobiltelefonen angibt:
- Handys senden und empfangen kontinuierlich Mikrowellen-Signale, die heute millionenfach stärker sind als die natürliche Hintergrundstrahlung früherer Generationen.
- Unsere Körper, insbesondere das Gehirn, nehmen diese Energie auf, wenn wir das Gerät direkt an den Kopf halten.
- Kinder sind besonders betroffen, da ihre Schädelknochen dünner sind und ihr Knochenmark bis zu zehnmal mehr Strahlung absorbieren kann als das von Erwachsenen.
- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat diese Strahlung bereits 2011 als „möglicherweise krebserregend“ eingestuft.
- Gesetzliche Grenzwerte stammen oft noch aus den 1990er Jahren und basieren auf veralteten Annahmen, die biologische Langzeiteffekte vernachlässigen.
- Wissenschaftliche Studien bringen die Strahlung mit Gedächtnisproblemen, Kopfschmerzen und sogar DNA-Schäden in Verbindung.
- Ein Handy „funkt“ auch dann, wenn wir nicht telefonieren, da es sich mehrmals pro Sekunde mit dem nächsten Sendemast abstimmt.
- In den Bedienungsanleitungen vieler Hersteller steht im Kleingedruckten, dass man das Gerät mit einem gewissen Abstand zum Körper tragen sollte.
- Die Strahlungstests für Zulassungen werden meist mit einem Abstandshalter durchgeführt und simulieren nicht das direkte Tragen am Körper oder in der Hosentasche.
- Zahlreiche internationale Ärztevereinigungen raten dazu, die persönliche Belastung vorsorglich so gering wie möglich zu halten.
Es ist wichtig zu verstehen, dass die aktuellen Sicherheitsvorgaben oft nur vor der direkten Erwärmung von Gewebe schützen, was als thermischer Effekt bezeichnet wird. Neuere Forschungen zeigen jedoch, dass biologische Veränderungen bereits bei Werten auftreten können, die weit unter diesen Wärmegrenzwerten liegen. So wurde beispielsweise beobachtet, dass die Strahlung den Zuckerstoffwechsel im Gehirn beeinflussen kann, selbst wenn keine Erwärmung stattfindet.
Besondere Vorsicht wird oft für sensible Gruppen wie Schwangere und Kinder empfohlen, da sich deren Gewebe noch im Wachstum befindet. Da mobile Geräte in Schulen und Kinderzimmern immer präsenter werden, wächst die Sorge über die langfristige Belastung durch viele gleichzeitig sendende Geräte. Experten wie Baubiologen können hier helfen, die Strahlungsquellen im eigenen Zuhause zu messen und sinnvoll zu reduzieren.
Glücklicherweise ist es recht einfach, die eigene Belastung im Alltag zu senken, ohne auf moderne Technik verzichten zu müssen. Oft reicht es schon aus, das Telefon beim Telefonieren nicht direkt ans Ohr zu halten, sondern die Freisprechfunktion zu nutzen oder Kopfhörer zu verwenden. Auch das Ausschalten von WLAN und Bluetooth, wenn diese Funktionen gerade nicht benötigt werden, verringert die unsichtbare Signalflut in den eigenen vier Wänden deutlich.
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