Gesunde Arbeitsplätze: Mehr als nur ein Trend
In unserer heutigen Zeit verbringen wir immer mehr Zeit an unseren Arbeitsplätzen. Daher ist es von entscheidender Bedeutung, dass diese Orte unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden fördern, anstatt sie zu beeinträchtigen. Baubiologische Prinzipien, die traditionell im Wohnbereich angewendet werden, gewinnen auch am Arbeitsplatz an Bedeutung.
Ein idealer Arbeitsplatz sollte eine Reihe von Kriterien erfüllen, um ein gesundes und produktives Arbeitsumfeld zu gewährleisten. Das Institut für Baubiologie + Nachhaltigkeit (IBN) hat dazu eine Liste von Kriterien veröffentlicht:
- „Gutes Raumklima bzgl. Luft, Temperatur, Feuchte …
- Keine Schadstoffe in Baustoffen, Inneneinrichtung, Mobiliar und Geräten
- Keine gesundheitsschädliche Schimmel- und Hefepilze, Staub, Bakterien, Viren und Allergene
- Natürliche Materialien wie z.B. Vollholz, Materialien aus anderen nachwachsenden Rohstoffen, Lehm- und Kalkputze, Natursteine, mineralische Farben, Fliesen, Öle, Wachse …
- Baustoffe mit geringer Radioaktivität sowie geringe Radonkonzentration in der Luft
- Elektrosmog vermeiden: z.B. abgeschirmte Elektrokabel, LAN-Kabel statt WLAN oder Bluetooth, schnurgebundene Telefone statt Handy, strahlungsarme Computer und Beleuchtung, Sendeleistung von WLAN-Routern bestmöglich reduzieren …
- Ruhige Arbeitsplätze, guter Schallschutz nach außen wie innen, gute Raumakustik
- Gute Raumgestaltung z.B. bzgl. Proportionen, Formen und Farben / individuelle Bedürfnisse bzgl. Inneneinrichtung, Accessoires, Pflanzen etc. berücksichtigen
- Gute Lichtverhältnisse mit viel natürlichem Licht einschl. individuell verstellbarem Blend- bzw. Sonnenschutz (Rollladen außen oder Rollos/Plissees innen) / gute Beleuchtung (Beleuchtungsstärke, Farbwiedergabe, flimmerfrei…)
- Physiologische und ergonomische Erkenntnisse berücksichtigen: Bürodrehstuhl, dynamisches Sitzen, Tischfläche > 200 x 80 cm, Tischhöhe verstellbar (auch das Arbeiten im Stehen ermöglichen), Bildschirm und Schreibtisch im rechten Winkel zum Fenster, Abstand zum Bildschirm je nach Bildschirmgröße 50 – 120 cm, gute Bildschirme > 15 Zoll, zur Vermeidung von Verletzungen gerundete Ecken und Kanten, Bewegungspausen etc.
- Energieverbrauch zum Heizen, Kühlen und für Geräte minimieren und erneuerbare Energiequellen nutzen
- Beim Bauen, Sanieren, Einrichten negative Auswirkungen auf die Umwelt vermeiden, auch bzgl. Ökobilanz und Verbrauch von Baustoffen, Inneneinrichtung, Möblierung, Geräten, Bürobedarf etc.
- Kurze Wege zum Arbeitsplatz und Nutzung von Fahrrad bzw. öffentlicher Verkehrsmittel fördern
- Gute Arbeitsatmosphäre, Mitbestimmungsrechte, feste Arbeitszeiten/Tagesstruktur, Pausen, Work-Life-Balance u.v.m.“
Arbeitgeber sollten ein Interesse an gesunden und angenehmen Arbeitsplätzen haben, da dies die Leistungsfähigkeit und Motivation der Mitarbeiter steigert. Die Arbeitsstättenverordnung gibt zudem klare Vorgaben für die Gestaltung von Arbeitsplätzen, die unbedingt eingehalten werden müssen.
Lassen Sie die Belastung durch Schadstoffe, elektromagnetische Felder und Schimmelpilze an Ihrem Arbeitsplatz untersuchen!
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