Nicht-thermische Effekte durch Mobilfunkstrahlung unterhalb der Grenzwerte nachgewiesen

Phonegate Alert zitiert eine aktuelle Studie, veröffentlicht in der Fachzeitschrift Bioengineering, die zeigt, dass Handystrahlung im 1,8 GHz-Bereich (wie bei 3G) schon in sehr geringen Mengen – bis zu 100.000 Mal niedriger als die aktuell erlaubten Grenzwerte – Veränderungen in menschlichen Zellen verursachen kann.

Diese wissenschaftliche Arbeit liefert neue Beweise für Effekte, die nicht auf der Erwärmung von Gewebe beruhen (nicht-thermische Effekte). Das stellt die bisherigen Regeln in Frage, die sich hauptsächlich auf diese Erwärmung konzentrieren und von der ICNIRP (der internationalen Kommission zum Schutz vor nicht-ionisierender Strahlung) empfohlen werden.

Die Forscher haben sehr genau gearbeitet und darauf geachtet, dass die Temperatur sich nicht verändert hat. Sie haben festgestellt, dass bestimmte Gene (KIAA, GPX1, SOD2) sich anders verhalten, und zwar in einer Art U-Kurve, mit den stärksten Reaktionen bei extrem niedrigen Strahlungsmengen (0,66 µW/m²). Die Wissenschaftler haben herausgefunden, dass dies wahrscheinlich durch reaktive Sauerstoffspezies (ROS) verursacht wird, die oxidativen Stress auslösen können. Dieser Stress wird mit Krankheiten wie Nervenschäden und Krebs in Verbindung gebracht.

Phonegate Alert fordert deshalb, dass die europäischen und internationalen Grenzwerte dringend überprüft werden müssen. Außerdem sollen realistischere Testverfahren angewendet werden, die Öffentlichkeit besser informiert werden und das Vorsorgeprinzip verstärkt werden, um besonders gefährdete Gruppen wie Kinder und Schwangere zu schützen. Dr. Marc Arazi, der Präsident von Phonegate Alert, betont, dass die aktuellen Grenzwerte, die nur auf Erwärmung achten, wichtige nicht-thermische biologische Mechanismen ignorieren und die tatsächliche Belastung vieler Nutzer unterschätzen. Gesundheitsbehörden sollten diese neuen Ergebnisse berücksichtigen und die Grenzwerte anpassen.

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Veröffentlicht am: April 14, 2025|Kategorien: Elektrosmog|Schlagwörter: , , , , |2,1 Min. Lesezeit|

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