Langzeit-Studie zu den Auswirkungen von Mobilfunkstrahlung in Deutschland
Bisher gab es wenige Studien zu den Auswirkungen von elektromagnetischen Feldern (EMF) durch die Nähe zu Mobilfunk-Basisstationen, die einen längeren Zeitraum abdecken. Nun wurde eine Untersuchung über zwei Wohnsiedlungen in Deutschland veröffentlicht, deren Bewohner seit mindestens 5 Jahren dort lebten.
Zwei benachbarte Wohnsiedlungen in einer ländlichen Region wurden verglichen: eine mit niedriger und eine mit hoher EMF-Exposition. 24 gesunde Erwachsene, die seit mindestens fünf Jahren in diesen Siedlungen lebten, nahmen an der Studie teil. Ihre Wohnungen wurden auf EMF-Typen untersucht und Blutproben auf oxidative Schäden, DNA-Veränderungen und chromosomale Schäden getestet. Die Gruppen waren in Bezug auf Alter, Geschlecht, Lebensstil und berufliche Exposition ähnlich.
Die Studie ergab, dass die jahrelange Exposition gegenüber EMF keine messbaren Auswirkungen auf bestimmte genetische Marker hatte. Signifikant höher waren jedoch Chromosomenaberrationen in der exponierten Gruppe. Diese Chromosomenaberrationen traten unabhängig von potenziellen Störfaktoren auf und ähneln den Effekten von ionisierender Strahlung, obwohl EMF nicht-ionisierend ist. Dies könnte darauf hindeuten, dass selbst nicht-ionisierende Strahlung ähnliche Schäden verursachen kann.
Die Ergebnisse zeigen, dass weitere Forschungen nötig sind, um die Dosis-Wirkungs-Beziehung zwischen EMF-Intensität und -Dauer zu untersuchen.
Sie können die gesamte Studie auf Englisch unter diesem Link herunterladen.
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