Baubiologische Tipps zu Photovoltaik
Strom aus Sonnenlicht liefert ohne Zweifel einen wesentlichen Beitrag zur nachhaltigen Energieerzeugung. Neue Photovoltaik-Anlagen werden stark gefördert und sollen auf jedes Dach. Was gibt es bei der Installation aber aus baubiologischer Sicht zu beachten? Schließlich steckt auch in diesen Anlagen einiges an Technik, die elektromagnetische Felder verursachen kann. Und es wäre schade, wenn der Nutzen Folgen für die Gesundheit der Hausbewohner hätte.
Nach unserer langjährigen Erfahrung können elektromagnetische Felder sowohl bei der Verkabelung, besonders aber durch die verwendeten Wechselrichter auftreten. Eine Analyse möglicher Ursachen sowie Tipps zur Installation nach baubiologischen Richtlinien finden Sie in dem Artikel von Werner Bopp im baubiologie magazin.
Das Problem mit den Wechselrichtern ist, dass gewisse Geräte Störspannungen im gesamten Hausnetz auslösen können und als elektrische und magnetische Felder abgestrahlt werden. Da dies nicht ganze Modellreihen, sondern zumeist nur einzelne Geräte betrifft, können mögliche Emissionen nur durch eine baubiologische Messungen vor Ort festgestellt werden. Das folgende Foto zeigt die Messung an einem Wechselrichter mit erhöhten magnetischen Wechselfeldern im direkten Umfeld des Gerätes.

Die Störspannungen, die durch den Wechselrichter am Hausnetz auftreten können, werden mit einem Spektrumanalysator erfasst (siehe nächstes Bild). In diesem Fall wurde die Störspannung vom geerdeten E-Herd in der Küche verstärkt und durch die Elektroinstallation im gesamten Haus stark abgestrahlt.


Folgende Abbildung zeigt die erfassten Emissionen.

Die erfassten Feldstärke-Emissionen durch den Wechselrichter lagen mit 2 V/m (Volt pro Meter) deutlich über den Richtwerten der Europäischen Akademie für Umweltmedizin, in denen für Tagesbereiche 0,1 V/m und für Nachtbereiche 0,01 V/m im VLF-Bereich angegeben werden (VLF=Very Low Frequency). Folgende Tabelle zeigt die erfassten Emissionen in der Küche am Tag bei Betrieb der Photovoltaik- Anlage.

Hier sehen Sie die Richtwerte der EUROPAEM für den VLF-Bereich:

Reduzierungen können mittels Netzfilter durchgeführt werden, die für die emittierten Frequenzbereiche ausgewählt werden müssen. Bezug und Einbau der Netzfilter kann einfach durch einen Elektriker erfolgen.
Gerne führen wir diese Messungen für Sie durch und beraten Sie zu Reduzierungsmaßnahmen.










