Produkte zur Abschirmung von elektromagnetischen Feldern: Nutzen vs. Risiko

Wir sehen immer wieder verschiedenste Produkte, die angeblich elektromagnetische Strahlung abschirmen oder neutralisieren sollen. Aus baubiologischer Sicht sind sie kritisch zu hinterfragen, wie es auch eine aktuelle Studie aus Griechenland beschreibt.

Besonders Menschen mit Elektrohypersensibilität (EHS) versuchen oft, mit Geräten, aufklebbaren Chips oder Mineralien einen Ausweg aus ihrem Leiden zu finden. Es hat sich aber gezeigt, dass diese Lösungen meist nur Geld kosten und wenig Nutzen haben, im schlimmsten Fall sogar eine Verschlechterung bringen. In der aktuellen Studie wird darauf hingewiesen, dass jede Abschirmung nicht nur vom Menschen erzeugte elektromagnetische Felder abhält, sondern auch die natürlichen, nicht polarisierten Felder, die für den biologischen Rhythmus und das Wohlbefinden verantwortlich sind.

Auszüge aus der Studie finden Sie unter diesem Link. Wir haben für Sie die wichtigsten Punkte übersetzt:

  • „Die Exposition des Menschen gegenüber vom Menschen verursachten EMFs hat mit zunehmenden Gesundheitsproblemen zugenommen.
  • Metallabschirmungen werden in letzter Zeit von privaten Unternehmen/Einzelpersonen als Möglichkeit zur Reduzierung der Exposition vorgeschlagen.
  • Metallabschirmungen reduzieren sowohl vom Menschen verursachte als auch natürliche atmosphärische EMF.
  • Nach der Abschirmung wird über Rückfälle der EHS-Symptome und interne Desynchronisation berichtet.
  • Eine Strategie zur Vermeidung künstlicher elektromagnetischer Felder sollte einer Metallabschirmung vorzuziehen sein.“

Weitere Informationen zu diesem Thema gibt es in einem Artikel von diagnose:funk und in einer Stellungnahme des Arbeitskreises Elektrobiologie e.V. Einen Beitrag zu Erdungsmatten hatten wir im Jänner 2021 veröffentlicht.

Wir möchten Sie nochmals darauf hinweisen, dass nur durch sachverständige Messung der Ursachen eine Reduzierung von Elektrosmog gewährleistet werden kann. Auch Marshall und Heil (2016) haben in der Publikation „Electrosmog and autoimmune disease“ eindeutige und starke Verbesserungen von Beschwerden durch die Abschirmung elektromagnetischer Felder nachgewiesen. Hierbei wurden 64 Patienten abgeschirmt, wobei 90 % eine Verbesserung der Beschwerden meldeten. Laut der Studie liegt dieser Wert viel höher als die 3-5 %-Rate, die für elektromagnetische Überempfindlichkeit in einer gesunden Bevölkerung angenommen werden. Die Verfasser der Studie weisen darauf hin, dass eine wirksame Kontrolle der umweltbedingten Elektrosmog-Immunmodulation für eine erfolgreiche Therapie von Autoimmunerkrankungen in Zukunft bald notwendig sein könnte.

Lassen Sie die Belastung durch elektromagnetische Felder in Ihren Wohnräumen  untersuchen!

Sie möchten die Immissionen durch elektromagnetische Felder in Ihren Wohnräumen überprüfen lassen oder bei Neubauten oder Renovierungen vermeiden? Fragen Sie jetzt für eine gesunde und elektrosmogfreie Wohnumwelt bei uns an!

Veröffentlicht am: Februar 22, 2024|Kategorien: Elektrosmog|Schlagwörter: , , , , , |2,6 Min. Lesezeit|

Teilen Sie diese auf sozialen Netzwerken!

Produktneutrale, wissenschaftlich fundierte baubiologische Messtechnik und Beratung in ganz Österreich, seit 20 Jahren!
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

info(@)bau-biologie.at

Newsletter

Neuigkeiten zum gesunden Bauen, Wohnen und Leben, einfach und praxisnah erklärt. Wir freuen uns auf Ihre Anmeldung zum Newsletter!


Kategorien