Toxische Flammschutzmittel in Haushaltsgegenständen

Eine neue Studie, die im in der Zeitschrift „Chemosphere“ veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass in Haushaltsgegenständen aus schwarzem Kunststoff, die in den USA gekauft wurden, Flammschutzmittel gefunden wurden, die typischerweise in elektronischen Geräten verwendet werden. Die in der Studie untersuchten Produkte umfassten Küchenutensilien, Lebensmittelbehälter, Haarschmuck und Spielzeug.

Die Forscher untersuchten 203 Produkte auf 20 verschiedene Flammschutzmittel, wobei in 85 % der analysierten Produkte diese toxischen Substanzen gefunden wurde.

Zu den am häufigsten nachgewiesenen Flammschutzmitteln gehörten:

  • Tetrabrombisphenol A (TBBPA)
  • Decabromdiphenylether (BDE-209)
  • 2,4,6-Tribromphenol (2,4,6-TBP)

BDE-209 (Decabromdiphenylether ) ist besonders besorgniserregend, da es sich um eine persistente, bioakkumulierbare und toxische Chemikalie handelt, die in den USA, der EU und China verboten wurde. Trotz des Verbots wird es immer noch häufig in recycelten Elektronikschrott gefunden.

Die Studie ergab, dass Produkte die Kunststoffe enthalten die auch in der Elektronik verwendet werden signifikant höhere Gehalte an Flammschutzmittel aufwiesen als Produkte, die andere Kunststoffe enthielten. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass das Recycling von Kunststoffen aus Elektronikschrott ohne ausreichende Transparenz und Vorschriften zu einer unerwarteten Exposition gegenüber toxischen Flammschutzmitteln in Haushaltsgegenständen führt.

Experten raten dazu kein schwarzes Plastik für Materialien zu verwenden, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen. Auch Spielzeug mit schwarzen Plastikteilen sollten man laut der Expertin meiden. Zudem sollte man schwarze Plastikdosen mit Lebensmitteln nicht erhitzen. Dies fördere das Austreten der Chemikalien ins Essen, sagte Birnbaum, rät die frühere Chefin des Nationalen US-Instituts für ökologische Gesundheit, Linda Birnbaum, in einem CNN-Interview.

Die Studienautorin Liu rät: „Ersetzen Sie Ihre Küchen-Utensilien aus Plastik durch solche aus rostfreiem Stahl.“

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Veröffentlicht am: Oktober 25, 2024|Kategorien: Schadstoffe|Schlagwörter: , , , |2,1 Min. Lesezeit|

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