Wissenswertes über Schlacke-Füllungen in alten Gebäuden

In vielen älteren Häusern verbirgt sich in den Zwischendecken ein Material, das heute bei Sanierungen oft Fragen aufwirft: die sogenannte Schlacke. Wer einen Umbau plant, sollte sich vorab über diesen Füllstoff informieren, wie ein ausführlicher Beitrag auf baubiologie-regional.de erläutert.

Schlacke wurde vor über fünfzig Jahren häufig als günstiges Material genutzt, um Hohlräume in Decken und Wänden zu füllen, wobei die späteren Bewohner oft nichts von diesen verborgenen Altlasten ahnen. Doch was ist Schlacke eigentlich genau? Es handelt sich dabei um Rückstände aus industriellen Hochöfen, die bei der Verbrennung entstehen. Im Gegensatz zu feiner Hausasche wird dieses Material über seinen sogenannten Erweichungspunkt erhitzt, wodurch harte, oft glasartige oder poröse Brocken in dunklen Farben entstehen. Da die Hochöfen damals meist mit Kohle befeuert wurden, reicherten sich in der Schlacke verschiedene Schadstoffe an, die über die Jahre in die Umgebung abgegeben werden können.

Besonders kritisch ist ein chemischer Mix aus Schwermetallen wie Blei, Arsen oder Quecksilber sowie sogenannten PAK. Die Abkürzung PAK steht für polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe, eine Gruppe von Stoffen, die als gesundheitsgefährdend gelten und aus dem Material ausgasen können. Wenn diese Verbrennungsrückstände in die Raumluft gelangen oder bei Bauarbeiten als feiner Staub aufgewirbelt werden, kann dies die Wohngesundheit erheblich beeinträchtigen.

Um sicherzugehen, ob eine Gefahr besteht, ist eine Untersuchung in einem Analytiklabor ratsam. Dort wird das Material mit modernen Methoden wie der Massenspektroskopie – einem Verfahren zur Bestimmung der Masse von Atomen und Molekülen – genau unter die Lupe genommen. Eine solche Analyse hilft nicht nur dabei, die eigene Gesundheit zu schützen, sondern ist auch für die Entsorgung wichtig, da das Material je nach Belastung in verschiedene Deponieklassen eingestuft werden muss.

Sollte die Schlacke entfernt werden müssen, ist professioneller Arbeitsschutz unerlässlich, damit sich der belastete Staub nicht im ganzen Haus verteilt. Fachfirmen nutzen hierfür spezielle Schutzausrüstung und dichten die betroffenen Räume sorgfältig gegen die restliche Wohnung ab. Für die abschließende Feinreinigung kommen HEPA-Sauger zum Einsatz, also Hochleistungs-Schwebstofffilter, die selbst winzigste Partikel sicher aus der Luft filtern und so für ein sauberes Ergebnis sorgen.

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Veröffentlicht am: März 30, 2026|Kategorien: Schadstoffe|Schlagwörter: , , , , |2,7 Min. Lesezeit|

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