COVID-19 und gesunder Schlaf
In dem sehr interessanten Artikel „The Mysterious Link Between COVID-19 and Sleep“ in der renommierten Zeitschrift „The Atlantic“ wird der Zusammenhang zwischen Corona, Melatonin und gesundem Schlaf untersucht. Unter dem Link zur englischen Originalfassung gibt es auch einen Podcast zum Hören des Artikels. Nachfolgend finden Sie eine gekürzte Übersetzung.
Feixiong Cheng, Datenanalytiker an der Cleveland Clinic, forschte in seinem Labor nach Hinweisen in der Struktur des Coronavirus, um herauszufinden, wie es aufgehalten werden kann. Eine Beobachtung stach hervor: Das Virus könnte möglicherweise mit Melatonin blockiert werden. Melatonin ist auch als „Schlafhormon“ bekannt, dessen Aufgabe die Regulierung unserer zirkadianen Rhythmen ist. Wenn es dunkel wird, schießt es aus der Zirbeldrüse ins Blut und induziert so den Schlaf. Die Ergebnisse wurden jedoch als Kuriosum betrachtet.
Nach der Veröffentlichung seiner Forschung hörte Cheng jedoch von Kollegen aus der ganzen Welt, dass an den Ergebnissen etwas dran sein könnte. Sie stellten fest, dass Melatonin auch eine Rolle bei der Kalibrierung des Immunsystems eine Rolle spielt. Es fungiert im Wesentlichen als Moderator, damit unsere Selbstschutzreaktionen nicht verrückt spielen. Dies ist auch das grundlegende Problem, das einen leichten Fall von Covid-19 schnell in ein lebensbedrohliches Szenario verwandeln kann. Monatelang wurden tausende Patientendaten zusammengetragen, in den Ergebnissen stach Melatonin weiterhin hervor. Personen, die Melatonin einnahmen, hatten eine signifikant geringere Wahrscheinlichkeit an Covid-19 zu erkranken, geschweige daran zu versterben.
Zurzeit laufen acht klinische Studien weltweit, um herauszufinden, ob sich die Zusammenhänge mit Melatonin bestätigen. Die Forscher vermuten, dass das eigentliche Problem, um das es geht, nicht das Melatonin ist, sondern das, was es steuert, nämlich den Schlaf.
Mehrere Rätsel von COVID-19 drehen sich um die Frage, wie die Krankheit unseren Schlaf beeinflusst, und wie unser Schlaf die Krankheit beeinflusst. Das Virus ist in der Lage, die empfindlichen Prozesse innerhalb unseres Nervensystems zu verändern, in vielen Fällen auf unvorhersehbare Weise, was manchmal zu langfristigen Symptomen führt. Aber speziell bei Menschen, die sich von COVID-19 erholt haben, sind noch verwirrendere Symptome aufgetreten. Nach der Genesung berichten die Betroffenen von veränderter Aufmerksamkeit, lähmenden Kopfschmerzen, Hirnnebel, Muskelschwäche und – vielleicht am häufigsten – von Schlaflosigkeit. Bezüglich der Schlafstörungen bestehen Sorgen, dass dies nur der Anfang von Langzeiteffekten ist, die erst in den nächsten Jahren gesehen werden.
Angemessener Schlaf spielt auch eine Rolle bei der Minimierung der Wahrscheinlichkeit, in diesen unangenehmen Prozess zu geraten. Eine der zentralen Funktionen des Schlafes ist die Aufrechterhaltung der zellulären Kommunikation im Gehirn. Sie wird auch mit einem entzündungshemmenden Reinigungsprozess verglichen, der Abfallprodukte entfernt, die sich währende des Tages angesammelt haben. Ohne Schlafen sammeln sich diese Abfallprodukte an und beeinträchtigen die zelluläre Kommunikation, genau wie es bei einigen Menschen mit Post-COVID-19-Enzephalomyelitis zu passieren scheint. In den frühen Stadien von Covid-19 fühlt man sich extrem müde, im Grunde sagt der Körper, dass er Schlaf benötigt, erläutert M. Miller, Professorin für Schlafmedizin an der University of Warwick. Im Laufe der Infektion können die Menschen oft nicht mehr schlafen und die Probleme mit der zellulären Kommunikation verstärken sich gegenseitig.
Ziel ist es daher, diesen Zyklus zu durchbrechen oder vollständig zu stoppen. Hier erstrecken sich die Vorteile des Schlafes auf den gesamten Körper. Miller sagt: „Schlaf ist wichtig für eine effektive Immunfunktion, und er hilft auch bei der Regulierung des Stoffwechsels, einschließlich des Blutzuckerspiegels und der Mechanismen, die Appetit und Gewichtszunahme kontrollieren“. Dies wirkt sich direkt auf Covid-19 aus, da zu den Risikofaktoren für schwere Verläufe Diabetes, Fettleibigkeit und Schlafapnoe gehören. Auch kurzfristig optimiert ein ausreichend tiefer und langer Schlaf den Stoffwechsel und bereitete den Körper auf einen möglichen Krankheitsfall maximal vor. Ein noch banaler Gesundheitsvorschlag als sich die Hände zu waschen, wäre mehr zu schlafen.
A.Shah, Professor für Psychiatrie und Verhaltenswissenschaften ist der Meinung, dass das der Kern vieler psychischer Probleme ist, die im Lauf des Jahres zugenommen haben. Hier könnte Melatonin oder andere Ansätze zur Stärkung der heilsamen Effekte des Schlafes eine Möglichkeit sein. Die Mehrheit der Schlafforscher ist sich aber einig, dass Änderung des Schlafverhaltens nicht medikamentös oder mit Nahrungsergänzungen hervorgerufen werden sollte. Es ist sinnvoller, die Melatonin-Zyklen im Körper zum Laufen zu bringen als Melatonin künstlich zuzuführen und weiterhin im Bett fernzusehen und aufs Handy zu starren. Normalerweise erzeugen Menschen Melatonin im Sonnenlicht. Planen Sie Spaziergänge, um Melatonin aufzubauen und reduzieren sie blaues Licht eine Stunde vor dem Schlafengehen.
Hier nochmals der Link zum Originalartikel „The Mysterious Link Between COVID-19 and Sleep“.
Baubiologische Anmerkungen zu gesundem Schlaf
Abgesehen von den allgemeinen, jedoch sehr wichtigen Hinweisen für einen gesunden Schlaf wie Schlafroutine und Sonnenlicht am Tag gibt es weitere wichtige Faktoren, die zumeist übersehen werden: Es geht um die Qualität des Schlafplatzes. Typischerweise liegen an Schlafbereichen durch Lampen, Kabel, Ladegeräte sowie der Elektroinstallation in Wänden, Decken und Böden erhöhte elektromagnetische Felder vor. Zumeist verlaufen Leitungen der Elektroinstallation direkt unter dem Bett oder in den Wänden, die das Bett umgeben, häufig durch die Verbindungsleitung der Schalter und Steckdosen neben den Ehebetten auch direkt im Kopfbereich. Diese Kabel, Lampen und auch die Elektroinstallation stehen auch in der Nacht unter Spannung und emittieren elektrische Wechselfelder. Einfach gesprochen sind sie wie ein Gartenschlauch, der hinten aufgedreht und vorne zugedreht ist und eben unter Druck steht. Wird Strom benötigt, kann die Lampe eingeschaltet werden und Strom fließt, Elektrische Wechselfelder können die Schlafphase empfindlich stören. Vor allem die Melatonin-Produktion kann durch die Auswirkung elektromagnetischer Felder auf die Zirbeldrüse, in der das Melatonin produziert wird, beeinflusst werden. Interessant scheint in diesem Zusammenhang auch der Bericht der BSZ (Bayrischen Staatszeitung): Schlaflos und erschöpft. Welche Effekte eine fundierte und wissenschaftlich fundierte Sanierung elektrischer Wechselfelder an Schlafbereichen hat sehen sie hier.
Die Auswirkungen von elektromagnetischer Strahlung
Aber auch erhöhte Strahlungsdichte durch Mobilfunk von außen sowie WLAN, DECT-Schnurlostelefone und Mobiltelefone haben Auswirkungen auf den Körper und das Schlafverhalten. Hierbei zeigen Arbeiten von M. L. Pall, emeritierter Professor für Biochemie und grundlegende Medizinwissenschaften an der Washington State University, signifikante Auswirkungen auf den menschlichen Körper und das Schlafverhalten. Hochfrequente elektromagnetische Felder erzeugen weit verbreitete neuropsychiatrische Effekte einschließlich Depressionen. Zu den häufiger berichteten Veränderungen gehören Schlafstörung/Insomnie, Kopfschmerzen, Depressionen, Müdigkeit/Erschöpfung, Dysästhesie, Konzentrations-/Aufmerksamkeitsstörungen, Gedächtnisveränderungen, Schwindel, Reizbarkeit, Appetitlosigkeit/Körpergewichtsverlust, Ruhelosigkeit/Angst, Übelkeit, Brennen/Kribbeln/Dermographie und EEG-Veränderungen. (Pall, 2016)
Ausgebildete baubiologische Messtechniker und Messgeräte
Jeder Schlafplatz sollte frei von elektromagnetischen Feldern sein, um ein natürliches und gesundes Schlafverhalten zu ermöglichen. Dafür sind baubiologische Messungen von fachlich fundiert ausgebildeten Sachverständigen/Baubiologischen Messtechnikern erforderlich, die nach wissenschaftlichen Grundlagen messen und bewerten. Leider bezeichnen sich auch Personen als Baubiologen, die über keine Ausbildung verfügen. Für die richtige Durchführung der Messungen ist eine Ausbildung zum baubiologischen Messtechniker erforderlich. Zum Richtwertvergleich und um ungestörte Schlafplätze zu erzeugen, müssen auch die richtigen Messgeräte eingesetzt werden. Häufig werden Messungen mit Billig-Messgeräten angeboten und durchgeführt, die meilenweit von den realen Messwerten entfernt liegen (siehe hier). Entstör- oder Harmonisierungsprodukte sollten nicht verwendet werden, diese haben nachweislich keine Wirkung (siehe Entstörgeräte-Test, Entstörgeräte, Fragwürdige Produkte im Umweltschutz)
Unterschiedliche Arten von Feldern
Zudem müssen auch alle Arten von elektromagnetischen Feldern betrachtet werden. Dazu zählen elektrische und magnetische Gleichfelder, elektrische und magnetische Wechselfelder und hochfrequente elektromagnetische Strahlung. Videos, in denen die Zusammenhänge erläutert werden, finden sie hier. Messungen und Bewertungen sollten nach der EMF-Leitlinie der Europäischen Akademie für Umweltmedizin erfolgen, die aufgrund von medizinischer Evidenz festgelegt wurde.
Mit ausreichender Kenntnis und Erfahrung lassen sich ungestörte und natürliche Schlafbereiche zumeist einfach herstellen. Der Erfolg und die Begeisterung der Kunden können Sie hier nachlesen, und hier finden Sie ausführliche Referenzen.
Gerne stehen wir für weitere Fragen zur Verfügung und freuen uns auf Ihre Anfrage!










