Neuer Standard der Baubiologischen Messtechnik 2024

Im August 2024 wurde die neunte Ausgabe des „Standards der Baubiologischen Messtechnik“ (SBM) veröffentlicht. Der SBM 2024 wurde von einer zehnköpfigen Standard-Kommission, bestehend aus erfahrenen Baubiologischen Messtechnikern, erarbeitet und ist die erste Version, die größtenteils ohne den ursprünglichen Initiator und Entwickler Wolfgang Maes entstand.

Wesentliche Neuerungen sind:

  • Bewertungshilfen für Schall (A8): Der SBM 2024 enthält erstmals Richtwerte für dB(A)-, dB(C)- und dB(Z)-Schallpegel, die sich an dem übergeordneten Satz „Es dürfen keine individuell störenden Geräusche oder Vibrationen vorhanden sein“ orientieren.
  • Richtwerte für Licht (A9): Die Bewertungshilfen für den erst 2015 neu aufgenommenen Standardpunkt Licht wurden erweitert und in die Richtwerte für Schlafbereiche aufgenommen. Neben Richtsätzen gibt es nun auch Zahlenwerte zur Beleuchtungsstärke nachts sowie zu Farbwiedergabeindex und Flimmer-Anteilen von Leuchtmitteln.
  • Bewertung von Gerüchen (B6): Der SBM 2024 enthält erstmalig Angaben zu Gerüchen, die in den Standardpunkt Raumklima integriert wurden. Auch hier gibt es einen übergeordneten Richtsatz („Es sollten keine individuell störenden Gerüche vorhanden sein“) sowie Richtwert-Kategorien zur subjektiven Intensität, Hedonik und Akzeptanz von Gerüchen.
  • Bewertung höherer Frequenzen bei elektrischen und magnetischen Wechselfeldern (A1 und A2): Es wurden Faktoren zur Beurteilung von Frequenzen über 50 Hertz und von Oberwellen („dirty power“) entwickelt.
  • Zahlenmäßige Angaben zu Schimmelpilzen (C1): Neben den bisherigen Richtsätzen gibt es nun auch zahlenmäßige Angaben zur Größe von Schimmelpilzbefällen sowie zu mikroskopisch nachweisbaren Schimmel-Geweben oder -Sporen. Außerdem wird ein kritischer Wert für die Wasseraktivität von Materialien benannt.

Unveränderte Grundideen des SBM:

  • Ganzheitlicher Ansatz: Der SBM berücksichtigt die drei Hauptsäulen A (physikalische Felder, Wellen und Strahlen), B (chemische Schadstoffe und Wohngifte bzw. Raumklima) und C (Pilze, Bakterien und Allergene).
  • Besondere Beachtung von Langzeitbelastungen: Insbesondere Belastungen am Schlafplatz werden berücksichtigt.
  • Pragmatische Herangehensweise: Identifizierung von Quellen baubiologischer Auffälligkeiten.
  • Professionelle Anwendung von Mess- und Untersuchungsverfahren: Naturwissenschaftliche Basis.
  • Schaffung möglichst unbelasteter, risikoarmer bzw. naturnaher Innenräume: Vorsorgliche Minimierung von Risikoreduzierungen mit Orientierung am Erreichbaren und an der Natur.

Der SBM 2024 ist eine behutsame Weiterentwicklung des bewährten Standards und bietet eine solide Grundlage für Baubiologische Messtechniker und alle, die sich für ein gesundes Wohnumfeld interessieren. 

Leider immer noch dabei:

Körperspannung erdbezogen in Millivolt. Diese führt als Potentialdifferenzmessung zu falschen Ergebnissen, Erläuterungen sind hier ausführlich dargestellt.

Lassen Sie die Belastung durch Schadstoffe, elektromagnetische Felder und Schimmelpilze in Ihren Wohnräumen untersuchen!

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Veröffentlicht am: Oktober 29, 2024|Kategorien: Allgemein, Elektrosmog, Schadstoffe, Schimmelpilze|Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , |2,9 Min. Lesezeit|

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